Am Neuen Markt | Neuer Markt 9 und 10 |
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Seit mindestens 1828 musste dort das Hotel de Russie gestanden haben, denn am 22.September des Jahres 1828 wurde dem ersten Bürgermeister der Stadt Dr. Zoch, der sein 25 jähriges Amtsjubiläum beging, im „Hotel de Russie“ ein Festmahl bereitet. Zeitweilig wohnten dort auch Menschen dauerhaft, wie z.B. 1856 der kaiserlich russische Konsul von Reincke. Ab 1898 hieß der Eigentümer Hugo Lindemann, der das Haus auch weiterhin als „Hotel de Russie“ weiterführte, erst 1914 nach Kriegsausbruch wurde es in Hotel Lindemann umbenannt. Seit mindestens 1885 gab es an der Ecke zum Glatten Aal zusätzlich noch einen Zigarren- und Tabakladen.
1935 war Gottlieb Holst Eigentümer des Hauses Nummer 9 und nach umfangreichen Bauarbeiten befand sich hier links das Teppichhaus Sabokath und rechts das Photographengeschäft Fritz Palm. Auch waren der Bund der deutschen Mädel und der Volksbund für Deutschtum im Ausland im ersten Stock Mieter in diesem Haus zu finden. Ab 1940 saß dort bis zum Krieg zusätzlich der Bund zur Bekämpfung der Alkoholgefahren. Besitzer von Haus Nummer 10 war 1935 Friedrich Franz Bull, der dort auch sein Spezial – Schuhhaus Bull und Söhne, nebst Werkstatt hat. Nach der völligen Zerstörung im Krieg entstanden im Zuge der Umgestaltung der neuen Post auch diese beiden Giebelhäuser neu. Bei der Wiederherstellung war – und das kann man auch den Häusern Neuer Markt 3-8 nicht absprechen - durchaus das Bemühen zu erkennen, die alte Baukunst in zeitgemäßer Auffassung neu zu gestalten. Am 29.Oktober 1957 wurde hier das Porzellangeschäft Vitrine – Porzellan und ein Geschäft mit Kunstgewerbe eröffnet. Beide Geschäfte konnten die Wende überdauern und haben bis heute inklusive ihres ursprünglichen Namens Bestand. Heute hat in den oberen Geschossen des Hauses ebenfalls die Baufinanzierungsgesellschaft der Postbank BHW einen Teil ihrer Geschäftsräume. Weiterhin findet man heute hier die Dr. Schnell & Dr. Hensel GmbH mit Ihrem Unternehmen IT-Tecture . |
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